Auf der Burg (456m) bei Rösenbeck haben im Mittelalter 2 Burgen gelegen, von denen heute nur noch die "Ostburg" (rechts im Grundriss) erhalten ist, während die "Westburg" gegen Ende der 60er Jahre einem Steinbruch zum Opfer gefallen ist. Auf Grund der spärlichen urkundlichen Überlieferung tragen beide den Namen Altenfils.

Historisch wird die Burg Altenfils erstmals um 1180 im Besitzverzeichnis des 1144 verstorbenen Grafen Siegfried von Bonenburg erwähnt. Durch Erbgang gelangte sie dann an den Herzog von Sachsen, Heinrich den Löwen und wird 1200 in den Teilungsverträgen seiner Söhne nochmals genannt. Erst gegen Ende des Jahrhunderts, nämlich 1294 wird der Altenfels ein weiteres Mal genannt. Der Kölner Erzbischof verspricht den Bürgern von Brilon, die beim Wiederaufbau seiner Burg geholfen haben, dass ihnen im Kriegsfall von dieser kein Schaden geschehen solle. 1307, 1325 und 1326 werden noch Burgmannen auf der Burg genannt, sodass wir davon ausgehen müssen, dass sie zu diesem Zeitpunkt noch bestand.

 

Die Westburg
Die auf einer kleinen Kuppe gelegene Burgruine konnte 1968 ausgegraben werden, ehe sie dem Steinbruchbetrieb zum Opfer fiel. Sie bestand aus einem im Nordosten liegenden runden Turm an den sich im Südwesten ein unregelmäßiges Mauerwerk mit zwei Innenräumen anschloss. Der in etwa runde Burgplatz hatte einen Gesamtdurchmesser von 50 – 60m. Die bei der Grabung geborgenen Funde sprechen für eine Erbauung im 11. und ein Ende im 14. Jahrhundert.

Die Ostburg
Die heute noch vorhandene Ostburg (Gesamtfläche 100 x 60m) nutzte geschickt die natürliche Topologie des Berges: auf den beiden hier vorhandenen, 75m auseinanderliegenden Kuppen errichtete man je einen mächtigen Turm und verband diese durch Wall und Graben. Im Norden handelt es sich um einen mächtigen Rundling mit einer 3m starken Mörtelmauer und 13m Durchmesser. Im Süden betrug die Mauerstärke 1,7m und der Durchmesser 9,3m Hier war zusätzlich südlich ein Gebäude angebaut gewesen. Beide Türme konnten vor wenigen Jahren rekonstruiert werden.

Die Türme wurden im Osten und im Westen durch einen 10m breiten Graben und einen anschließenden Wall verbunden. Auf diese Weise entstand ein relativ ebener Burgplatz von etwa 50x25m auf dem man sicherlich mit weiteren Bauten rechnen darf. Der Zugang in den Burgkomplex liegt im nördlichen drittel.