Rösenbecker KircheDie gotische, dann barockisierte alte Kapelle St. Lorenz war 1598 vom Kloster Bredelar notdürftig repariert worden. Die Kölner Visitatoren fanden sie 1716 so baufällig vor, dass sie gottesdienstliche Feiern verboten und dem zuwiderhandelnden Priester mit Dienstenthebung drohten; innerhalb von sechs Monaten mußten die Schäden behoben werden. 1781 war eine weitere Renovierung nötig.

Um die alte Kapelle gab es immer wieder Funde. So z.B. von alten Mauerresten oder Särgen.

Heute ist der Platz der Kapelle, der Vorplatz der alten Schule.

Am 30. Juli 1850 richtete der 1. Schulvikar Franz Dreber und der Kapellenvorstand das Gesuch um einen Kirchenneubau an die seit 1821 zuständige Bistumsleitung in Paderborn.Die Bredelarischen Stiftungen an der Kapelle waren zuerst von Hessen, dann von Berlin konfisziert worden. So zahlte der Fiskus 5000 Thaler und bewilligte Kirchensammlungen in den Regierungsbezirken Arnsberg, Minden und Münster. Am 29.09.1854 wurde die auf dem Areal liegende Hypothek gelöscht. Die Familie Schröder besaß den Baugrund.

Am 18.12.1854 weihte Landdechant Caspari von Niedermarsberg mit sechs Priestern der Nachbargemeinden das Gotteshaus im Auftrag von Franz Drepper ein. Bis heute steht die Kirche noch am selben Platz und wurde kaum verändert. Kleinere Renovierungsarbeiten waren allerdings notwendig.

Die Einrichtung der Kirche ist in neugotischer Manier: Hochaltar, Beichtstuhl. Die Kirchenbänke wurden 1858 von einem Schreiner aus Thülen angefertigt. 1882 wurde die Orgel mit 9 Registern ohne selbstständiges Pedal gekauft.

Sie wurde 1910 renoviert und bekam noch 2 Register hinzu. Die neue Orgel, die auch heute noch die Messen begleitet, stammt aus dem Jahr 1949.

Der neue Fiedhof, der 1880 angelegt wurde, liegt nicht, wie es eigentlich üblich war, neben der Kirche, sondern etwas weiter entfernt im Dorf. Der Kirchturm wurde 1882-1886 errichtet und erhielt die Glocken aus der alten Kapelle. 1899/1900 wurden drei neue Glocken gespendet, die im 1. Weltkrieg vom Staat enteignet wurden. 1921 schaffte man neue Glocken an. Die Kirche in Rösenbeck steht seit langer Zeit der Mutterpfarrei Thülen unter.

 

Ausstattung unsere Kirche:

1. Maße: Schiff 21 x 12 m, Innenhöhe 9 m, Dachfirst 16m, Apsis 7 x 5 m, Turm 4 x 4 m, Höhe 18 m, Helm 11 m = 29 m

2. Altar: Aufbau neugotisch, aus der Pfarrei Dortmund-Oespel-Kley ("Christus, unser Friede"), Altartisch (1971) und Taufstein (1949) Marmor.

3. Kreuzweg: 14 Stationen von Franz Kaup (1950)

4. Statuen: Kreuzigungsgruppe (Jesus, Maria, Johannes Evangelist), Maria mit Kind, Josef (Säge, Winkelmaß) hellbraun, Eiche (1949) Pieta. (Schmerzensmutter), Schule der Papen (1730), Laurentius (Evangelienbuch, Brot, Rost) (1900), Barbara (Turm, Bibel, Grubenlampe), Antonius v. Padua (Jesuskind, Bibel, Lilie), Isidor (Korngarbe, Pflug, Spaten), Elisabeth von Thüringen (Rosen) ,kleines Wandkreuz.

5. Fenster: Apsis: Alois von Gonzaga, Marla mit Kind, Laurentius (Hertel und Lersch, Düsseldorf, um 1880; Nordwand: Wurzel Jesse-Weihnachten; Christi Himmelfahrt; Eucharistie (Weizen, Trauben); Südwand: Osterlamm (Blut- und Wasser-Kirche); Heiliger Geist, 7 Gaben (Feuerzungen), 7 Quellen (Sakramente); Wiederkunft Christi, Auferweckung der Toten; Turmkapelle: Geist-Taube (Schöpfung-Vollendung) mit Weihwasserbecken (barock), "Pastor-Pielsticker- 1840-Valentin Kling"; Vorhalle: Triumphkreuz" Zeichen des Menschensohnes erscheint am Himmel - ewiges Leben "

6. Sakristei: Neue Schränke und Fußboden (Kompernaß, Madfeld), Läuteanlage (Hillebrand, Messinghausen)

7. Innenrenovierung: Beschluß des Kirchenvorstandes mit Pastor J. Heers (1992) , Ausführung August-Dezember 1997 dank des Engagements von Josef Hibbel. Firmen: Mathis/Bad Driburg (Maurer), Berchen/Essen-Borbeck (Maler) ,Hillebrand/Messinghausen (Elektriker), Vössing/Beverungen (Altaraufbau)

8. Glocken: (Guß A. Junker, Brilon 1946) Laurentius Bernardine, Agatha, Isidor.

9. Altarreliefs: Mitte: Dreifaltigkeit - Kreuz, Maria, Johannes. Links: Manna in der Wüste, Rechts: Brotwunder Jesu