Dorfchronik 2025
erstellt von Alois Kleff

Wetter

Der Januar begann mit frostigen Nächten, und ab dem ersten Wochenende kamen frühlingshafte Temperaturen im zweistelligen Bereich. In der zweiten Woche gab es heftige Schneefälle, mit Schneehöhen, wie wir sie nur von früher kennen. Die Räumfahrzeuge kamen in diesen Tagen mit der Arbeit nicht hinterher. Als dies vorbei war, hatten wir herrliches Winterwetter mit wunderschönen Landschaftsbildern. Ab der zweiten Januarhälfte zeigte sich ein vollkommen anderes Bild: äußerst mild mit viel Regen. Dann, Anfang Februar, kamen die Hochdruckgebiete mit viel Sonnenschein tagsüber und kalten Nächten bis in den zweistelligen Minusbereich. In der zweiten Februarhälfte hatten wir dank eines Hochdruckgebietes Tagestemperaturen von bis zu 18°C. Zu Karneval erlebten wir dann ein Auf und Ab der Temperaturen. Der Niederschlag lag unter 20% des normalen Niveaus.

Im März setzte sich das sonnige, aber auch trockene Wetter bis zur letzten Woche fort. Sonnenschein pur bescherte uns die erste Woche im März mit Tagestemperaturen von bis zu 17°C. Diese Tage mit leichtem Nachtfrost luden bereits dazu ein, sie zum Wandern oder zum Verweilen auf der Terrasse zu nutzen. Kleinere Regenschauer konnten am Monatsende nicht für einen Ausgleich der Nässe in der Natur sorgen.

Eine Woche später kam der April mit Wetter wie aus dem Bilderbuch: tagsüber strahlender Sonnenschein und nachts aber weiterhin kalt. Trotz allem war auch der April zu regenarm, mit nur etwa 10% der sonst üblichen Regenmenge.

Der Sommer war eigentlich ganz normal für unseren Breitengrad und unsere geographische Lage. Doch viele dachten oft an Rudi Carells Lied: „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ Keine ausgeprägte Hochwetterzone mit Strand- und Badewetter über einen längeren Zeitraum. Die Temperaturen lagen jedoch im normalen Bereich. Eigentlich alles in Ordnung, aber viele waren nicht mit dem Wetter zufrieden. Vielleicht sind wir durch das Sommerwetter der letzten Jahre verwöhnt worden. Der August brachte teilweise heiße Tage, aber auch keine Sommerwetterlage über einen längeren Zeitraum.

Ein trockener September, der mit einer Regenmenge von nur etwa 27 % des langjährigen Mittels zu einem der trockensten zählte. Nach durchwachsenen Oktober- und Novembermonaten kam der Dezember und versuchte, den goldenen Oktober auszugleichen: hohe Temperaturen tagsüber und kühle Nächte bis kurz vor Weihnachten.

Dann ein Hochdruckgebiet mit Ostwind, Kälte und Sonnenschein – die kältesten Weihnachtstage seit 15 Jahren und zum Jahresende Glätte. Tja, wir haben Winter!

2025 Wetter Thülen

 

Januar

Wir starteten in ein spannendes Jahr: 775 Jahre Rösenbeck (und älter!) nach der ersten urkundlichen Erwähnung. Außerdem feiern wir 50 Jahre Gebietsreform und die kommunale Neugliederung der Stadt Brilon. Westfalen wurde vor 1250 Jahren zum ersten Mal urkundlich erwähnt, und das Beste: 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erleben wir eine Friedenszeit, wie wir sie in der Vergangenheit noch nie hatten! Aber sie steht auf der Kippe.

Am 12. fand der große Neujahrsempfang der Stadt Brilon in der Rösenbecker Schützenhalle statt. Wie gewohnt konnte der Schützenverein als Gastgeber glänzen. Alles war vom Feinsten: gute Stimmung, tolle Gespräche, top Organisation und ein sehr zufriedener Bürgermeister als Gastgeber, der unter anderem in seiner Rede auf 50 Jahre Gebietsreform der Stadt Brilon zurückblickte.
Hier hat sich unser Dorf sehr gut präsentiert.

Wie jedes Jahr hielten die Vereine ab Januar ihre General- und Hauptversammlungen ab. Hierüber berichte ich nicht im Einzelnen, aber wer mehr hierzu wissen möchte, möge sich bitte auf den Vereinsportalen einloggen, um dies zu erfahren.

Die Stadt Brilon informierte über noch zur Verfügung stehende Bauplätze im Stadtgebiet. In Rösenbeck, „Am Haskenstein“, konnten Bauwillige noch drei Bauplätze erwerben.

Im Januar wurden in einer Heiligen Messe in der St. Laurentius Kirche zu Rösenbeck sieben Jugendliche verabschiedet, die sich über viele Jahre als Messdienerinnen und Messdiener für ihre Gemeinde engagiert haben. Katrin Schröder war bereits seit 2015 im Dienst, gefolgt von Leonard Hoppe, Astrid Schlüter und Lilly Stuhldreier, die 2016 dazugestoßen sind. Johanna Hoppe begann ihren Dienst 2017, während Leni Jeckel und Emma Stuhldreier seit 2018 Teil der Messdienergruppe waren. Pfarrer Jochen Andreas dankte den Jugendlichen im Namen der Kirchengemeinde ganz herzlich für ihr langjähriges Engagement und überreichte ihnen ein kleines Präsent als Zeichen der Anerkennung und des Dankes. Auch ich sage hier einen herzlichen Dank für euere Dienste in unserer Gemeinde über all die Jahre hinweg.

Februar

Die Bundestagswahl brachte folgendes Ergebnis bei den Zweitstimmen im Wahllokal für Rösenbeck:

  • CDU: 170
  • SPD:
  • AfD: 59
  • Grüne: 16
  • FDP: 13
  • Die Linke: 22
  • Tierschutzpartei: 6
  • BSW: 7
  • Freie Wähler: 4
  • Volt: 2
  • PdF: 1

Bei 589 Stimmberechtigten haben 166 Briefwähler abgestimmt und 358 Wähler im Wahllokal ihre Stimme abgegeben, was einer Wahlbeteiligung von 88,81% (524 Personen) in unserem Ort entspricht. Im Wahllokal, bei den Erststimmen, kam Friedrich Merz (CDU) auf 177, Dirk Wiese (SPD) auf 79, Bernhard Brüne (AfD) auf 54, Lara Kuse (Die Linke) auf 20, Sandra Stein (Grüne) auf 14 und Sebastian Vielhaber (Freie Wähler) auf 2 Stimmen. Vier Erststimmen waren ungültig.

Die Stadt Brilon informierte im Februar über geplante beitragsfreie Straßenunterhaltungsmaßnahmen für ein Straßenteilstück in Rösenbeck „Zum Wildhagen“.

März

Herzlichen Glückwunsch an unsere Showtanzgarde zur Titelverteidigung beim Tanzturnier in Wennemen. Hoffentlich hatten sie einen schönen Abend und haben ihren Sieg entsprechend gefeiert.

Hier gab es einen Aufschrei! In einem Bereich, über den ich noch gar nicht berichtet habe. Alles wurde immer einvernehmlich und ruhig vereinbart. Aber nun ……….
Ja, die Rösenbecker Jagdgenossenschaft wurde vom Hochsauerlandkreis, der Unteren Jagdbehörde, informiert, dass das Forstamt der Stadt Brilon gesetzeskonform ihr mehr als 75 ha großes, zusammenhängendes Areal auf Rösenbecker Grund als Eigenjagdbezirk deklariert. Dies sollte bei der Verpachtung der Jagdgenossenschaft Rösenbeck sowohl als Gebiet als auch bei der Verpachtungsdauer und der damit verbundenen eventuellen Beschränkungen berücksichtigt werden. Dies war die Jagdgenossenschaft ja gar nicht gewohnt, da sie seit über 60 Jahren eigenständig die Verpachtung betreibt, ohne dass ein Mitspracherecht von Seiten der Stadt und Behörden eingefordert wurde. Mal sehen, wie es weitergeht und ausgeht.

April

Wie jedes Jahr standen unsere Jugendlichen bereit, alte Tannenbäume und Material für das Osterfeuer zu sammeln. Nur beim Abbrennen am Ostersonntag spielte das Wetter nicht so ganz mit. Bei Gewitter, Wind und Regen waren viele Hartgesottene anwesend und ließen sich die Stimmung bei diesem sch…… Wetter nicht verderben.

Bei der Kreativaktionsausstellung der Stadt „16 Dörfer und Brilon - unser Dorf stellt sich vor“ war Rösenbeck natürlich mit dabei. Die bunte Bilderreihe der Orte, die beim Neujahrsempfang vorgestellt wurde, konnte im ersten Rathausobergeschoss in ihrer Vielfalt bestaunt werden.

Die Kirchenaustritte steigen weiter an, und die Kirchbesuche befinden sich auf niedrigem Niveau. Das Erzbistum Paderborn stößt einen Transformationsprozess an. Es sollen nicht nur die Seelsorgeräume neu geordnet werden, auch was mit den Kirchen in den Orten passiert, steht bei immer weniger Hauptamtlichen und auch Katholiken zur Disposition. Bei den vielen anstehenden Fragen verspricht der Paderborner Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz einen pastoralen Strukturprozess, bei dem auch die Laien mitgenommen werden sollen. Dies soll der Anfang sein.

So, wie es immer sein sollte: Bei herrlichstem Wetter durften 7 Kommunionkinder ihren Tag genießen und mit ihren Familien feiern.

Der Bürgermeister ehrte in Brilon Sportler für ihre besondere Leistung im Jahr 2024 und aus Rösenbeck waren Kristina, Viola und Niklas Eberbach dabei, die mit ihren Islandpferden zwei erste und einen zweiten Platz belegten. Bei den Sportturnieren für Islandpferde in Melle, Lennestadt, Berlar und Frankenberg erzielten sie ihre Erfolge.

Mai

Nach einer kalten Nacht zum 4. Mai hatte der Thielen-Hof zu seinem Hoffest geladen. Nach der Sonntagsmesse im Kuhstall mit vielen Teilnehmern, natürlich Zwei- und Vierbeinigen, konnten die Gäste anschließend Hofinformationen sammeln und bei kulinarischen Angeboten, untermalt mit Blasmusik, die Leckereien genießen und fachsimpeln. Es hat sich für alle gelohnt, diesen Hof zu besuchen und auch das Wissen über die moderne Landwirtschaft zu vertiefen.

Am 11. spielte der Musikverein in der Schützenhalle zum Muttertag auf. Das Üben hatte sich gelohnt, und die Anwesenden konnten einen herrlichen Sonntag mit großer Vielfalt verbringen.

Juni

Nun war es soweit: Der Rösenbäcker – unser einziger Dorfladen – schloss am 01. seine Türen. Was uns seit 2008 in Rösenbeck begleitet hatte und für den täglichen Einkauf mit frischen Brötchen, Broten, Backwaren und vielen Lebensmitteln da war, machte zu! Heike und Dirk, wir danken euch für eine tolle Zeit, in der ihr für Rösenbeck da wart. Dinge des täglichen Gebrauchs können von nun an nicht mehr in Rösenbeck gekauft werden. Bestrebungen und Ideen sind vorhanden, eine Alternative aufzubauen, aber es gibt hier für einen neuen Lebensmittelladen viel zu bedenken und zu organisieren. Viele Ideen gab es. Eine Lösung wurde gesucht, die alle Rösenbecker*innen zufriedenstellen sollte. Als Erstes wurde ein*e Backwarenverkäufer*in gesucht. Die Reaktion war nicht berauschend.

Im Januar wurden die „Alten“ verabschiedet, und am 12. wurden die neuen Ministranten in der Messe vorgestellt. Ich wünsche Maria Schluer, Toni Neumann und Luis Hoppe, die durch Pfarrer Jochen Andreas eingeführt wurden, eine wunderschöne Messdienerzeit in Rösenbeck.

Unsere Dorflieferanten wurden ausgezeichnet! Die Bäckerei Dirk Stüttem bekam den Ehrenpreis des deutschen Bäckerhandwerks für konstant beste Backqualität im deutschen Backhandwerk. Auch die Westheimer Brauerei erhielt einen Preis für langjährige Produktqualität von der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft).

Juli

Der erste Juli war der erste Supersommertag mit entsprechenden Temperaturen und Konsequenzen. Die Bundesstraße B7, die parallel zu Rösenbeck verläuft, musste ganz gesperrt werden, da sich die Fahrbahndecke in östlicher Richtung unter dem Schwerlastverkehr löste. Gerade noch rechtzeitig konnten Polizei und StraßenNRW nach den ersten Problemen die Strecke sperren. Dies bedeutete, dass der gesamte B7-Verkehr durch Rösenbeck geleitet werden musste, und zwar mit einer schnell ausgeschilderten 30er-Zone in unserem Ort. Nun bekam man Verständnis für die Bewohner von Altenbüren und Antfeld, die seit Jahren diese hohe Fahrzeugfrequenz ertragen müssen. Es sollte für Rösenbeck aber nur von kurzer Dauer sein, da am 2. die betroffene Fahrspur mit Bankette-Split abgestreut und dieser dann durch den darauffolgenden, freigegebenen Verkehr in die weiche Straßenoberfläche eingedrückt werden sollte, um sie zu stabilisieren.

August

Unser Schützenfest ist ja unschlagbar, es könnte auch ein Märchen sein. Selbst die Gebrüder Grimm hätten es nicht schöner schreiben können: Auf Socke folgt Kautz! Welch ein Fest! Ein wunderschönes Wochenende im August, und zwar wie immer am zweiten Wochenende. Sebastian und Lea-Teresa rissen, nach einem Königsjahr mit vielen Höhepunkten, das ganze Dorf mit! Der Samstag war geprägt von Ehrungen, und der Sonntag war geschmückt mit „Socken“! Ich habe nicht nachgesehen, ob die Offiziere und Schützen während des Umzugs barfuß in ihren Schuhen waren. Es hätte sein können, denn so viele Socken hingen an der Straße, dass es eigentlich keine mehr in den Häusern geben konnte. So wurde der Sonntag ausgiebig bei Superstimmung gefeiert. Und der Montag brachte ein spannendes Vogelschießen bei Königswetter. 240 Schuss, dann hatte es der Kautz geschafft! Daniel Kautz erkor Nadine Schröder zu seiner Königin. Beide sorgten in der Schützenhalle für eine herausragende Stimmung, und es wurde bis tief in die Nacht gesungen, geklatscht und gefeiert.

Und wieder war die B7 aufgeweicht. Am Schützenfestsonntag sorgte der intensive Sonnenschein auf der B7 wieder für eine weiche Straßenoberfläche mit entsprechenden Einschränkungen.

Die Kommunalwahl stand vor der Tür, und am 22. August hielt die CDU eine Bürgerversammlung im Gewölbekeller der Kneipe ab. Es folgte am 25. August die SPD-Bürgerversammlung im Kindergarten. Da bei der Kommunalwahl 16-Jährige wählen dürfen, war ich gespannt, ob diese Jugendlichen anwesend sein und die Kandidaten mit ihren Fragen bombardieren würden. Leider war dem nicht so, und die Bürgermeisterkandidaten stellten ihre Programme den fast nur älteren Anwesenden vor.

September

Die zweite Wahl in diesem Jahr: Der große Kommunale Wahltag brachte folgendes Ergebnis. Für den Wahlkreis Rösenbeck/Radlinghausen/Nehden zieht der CDU-Kandidat Holger Borkamp mit 63,64% in den Stadtrat ein.

Eine Baumpflanzchallenge macht unter den Vereinen die Runde. Es sollen kurzfristig zwei Bäume gepflanzt werden. Dies ist die Herausforderung auch für unsere Vereine. Mit Bravour meisterten alle ihre Aufgabe und gaben die Aufgabe auch an auswärtige Vereine weiter.

Ein besonderer Feuerwehreinsatz im Ort: Eine Frau musste mit Hilfe der Feuerwehr aus der ersten Etage über eine schmale Treppe zum Rettungswagen vor dem Haus gebracht werden.

Am 15. September kam es mitten im Ort zu einem Polizei- und Zolleinsatz mit Wohnungsdurchsuchung.

Die Heilpraktikerin Kristin Schulte eröffnet ihre Praxis für Osteopathie in Rösenbeck „Zur Weißen Frau“. Gutes Gelingen in den neuen Räumen bei viel Kundschaft.

Oktober

Es wird konkreter: Die katholische Kirche hat seit einigen Jahren sehr zu kämpfen. Die Gläubigen laufen in Scharen weg, und die Gründe hierfür sind vielfältig. Es gibt immer weniger Seelsorger, und das Erzbistum Paderborn sieht sich, vertreten durch Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, gezwungen, eine Pastoraltransformation in die Wege zu leiten. Es sollen maximal 25 Seelsorgeräume entstehen, und die Grundlage hierfür bilden dann 19 Dekanate. Was aber bedeutet dies für unsere Gemeinde?

Das Stadtschützenfest 2027 wurde durch den Briloner Stadtschützenverband vergeben, und in zwei Jahren ist unsere Schützenbruderschaft St. Laurentius ist der Ausrichter.

November

Zwischen Sonntag, 2. November, 18 Uhr, und Dienstag, 4. November, 16:30 Uhr, kam es zu einem versuchten Einbruch in ein Einfamilienhaus an der Straße „Zum Haskenstein“. Die Täter gelangten über eine Tür in einen Vorraum des Hauses, konnten jedoch nicht in das Gebäude selbst eindringen.

Am 6. wurde Stefan Hoppe einstimmig durch den Rat der Stadt Brilon für 5 Jahre zum Ortsvorsteher von Rösenbeck wiedergewählt. Ihm für seine Amtszeit alles Gute.

Am 16. fand eine Bücher-Tauschbörse im Jugendraum des Pfarrheims statt. Eine klasse Idee, um auch unsere Kinder zum Lesen zu bringen.

Bei den diesjährigen Kirchenvorstandswahlen gab es ein Novum. Es gab zum ersten Mal ein elektronisches Verfahren, also eine Online-Wahl, als leitendes Wahlverfahren. Dieses endete am 07.11.2025 um 23:59 Uhr. Wer jedoch nicht am Computer wählen wollte oder konnte, hatte optional die Möglichkeit einer Stimmabgabe per Briefwahl bis zum 09.11.2025 um 12:00 Uhr. Bei einer Wahlbeteiligung von 24,4 % wurden Sebastian Kleff, Michael Schröder, Silke Becker, Dr. Rudolf Schmidt, Burkhard Richter und Norbert Kersting für eine Amtszeit bis 2029 gewählt.

Dezember

Die Adventsfensteraktion wird immer runder. Mit einem Adventssingen mit dem Chor „AufTakt“ am 16. in der Dorfmitte und einer spannenden Vorlesegeschichte für Kinder bei Julia Kemper am 23., bei der einem Schneemann seine Mohrrübennase durch Hasen geklaut wurde, wurden Highlights gesetzt. Eine tolle Aktion, und ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten.

Der Wintermarkt bei Niemeiers lockte nicht nur Rösenbecker an. Aus den umliegenden Ortschaften labten sich viele Besucher an leckerem Essen und heißen Getränken. Eine Tombola lockerte den Nachmittag auf, Stockbrot und kleine Überraschungen für die Jüngsten machten den Tag kurzweilig. Stimmungsvolle Musik lud zum Plausch ein. Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst!

Ein innovatives Bürgerstrommodell für Rösenbeck? Hierzu wurde in der letzten Ratssitzung des Jahres über eine Änderung des Flächennutzungsplans informiert und diskutiert. Die Bernhard Mühlenbein GmbH & Co. KG beabsichtigt, in unmittelbarer Nähe zum eigenen Kalksteinbruch eine Freiflächen-PV-Anlage zu errichten. Vorhabenträger ist die Ksolar Projekte GmbH aus Brilon. 11,8 Hektar sind von der Planänderung betroffen. Auf 10,3 Hektar sollen dann PV-Anlagen entstehen. Der Rest des Gebiets sind Wegflächen und Randbereiche, die frei bleiben. Mühlenbein und Ksolar haben sich zudem bereit erklärt, ein Bürgerstrommodell umzusetzen. „Ziel ist es, Energie vor Ort kostengünstig zu erzeugen und regional zu verbrauchen“, heißt es seitens der Stadt Brilon. Der Strom der Anlagen soll den Bürgern zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich soll über einen Reststromlieferanten sichergestellt werden, dass die Energieversorgung durchgehend gesichert ist. Vom Verlauf des Planungsverfahrens abhängig, soll es im Frühsommer 2026 eine Informationsveranstaltung für die Bürger*innen geben.

Statistik:

2025 Einwohnerstatistik

 

2025 Bestattungsstatistik

 

Kirchengemeinde Rösenbeck Gemeindezahlen

  • Verstorbene 4
  • Taufen 2
  • Trauungen 1
  • Erstkommunion 7
  • Firmung 4
  • Kirchenaustritte 9
  • Kircheneintritte 0

 

Aus der Historie:
Interessantes für Rösenbeck im Jahr 2026 mit Runder Vergangenheit

1325 - 1326

Es werden ein letztes Mal „Burgmannen“ genannt.

1346

Urkunde Bredelar Nr. 278 (11.12.1346): „Wolpracht von Rösenbeck“ ist Zeuge bei einem Vergleich wegen des Zehnten Brilons an das Kloster.

1386

Urkunde Bredelar Nr. 435, 546, 548, 550, 590, 720 (zwischen 06.04.1386 und 13.12.1491): Zahltag für Zehnten war meist der 22. Februar (Petri Stuhlfeier): Hier werden Verkäufe von Halben- oder Viertelzehnten in Rösenbeck beurkundet.

1416

Ein Bredelarer Güterverzeichnis nennt zu ersten Mal Rösenbeck als Teil des Klosterbesitzes (testamentarisch von den Herren von Kellinghausen an das Zisterzienserkloster Bredelar vererbt).

1466

Rösenbeck wird Dorf.
Nach 1446 erfolgt die zweite Rechtweisung als Abschluss der Gemeindebildung.

1576

Urkunde Bredelar Nr. 1017 (06.07.1576): Der Landdroste vermittelt zwischen Bredelar und den Rösenbeckern und fordert sie auf, den Zehnten pünktlich zu entrichten, den schuldigen Dienst zu leisten, keinen Klosterbesitz zu verkaufen, zu verpfänden, zu vergeben. Das Kloster hingegen gesteht den Rösenbeckern den Wiesengrund vor dem „Waldemei" zu.

1596

Am 11.01.: Bauernschaft und Einwohner zu Rösenbeck wenden sich an Abt Ulrich zu Bredelar. Sie hätten das Recht, das Gehölz an der Burg, am Enkenberg und im Gosewinkel zu nutzen und dem Kloster den jährlichen Gewinn davon anteilig zu zahlen. Nun seien aber Einwohner von Beringhausen in das Gehölz eingedrungen, hätten dort Bäume gefällt und abgefahren und den Aufsicht führenden Holzförster mit Äxten überfallen und blutig und blau geschlagen. Sie bitten um Rückgabe der Bäume und Regulierung der durch Beringhauser „erlittenen Schmach, Schmerzen und Gewalt".

1716

…unterrichtet Pfarrer Hermann Boggen die Kinder in Religion; dazu kam ein Grundschullehrer.
Bei der Visitation wird festgelegt, dass in der Rösenbecker Kapelle kein Gottesdienst gefeiert werden darf. Erst müsse die Kapelle gut restauriert werden und die Ungebührlichkeiten der Rösenbecker (Kartenspielen, Trinkgelage) müssten aufhören.

1756 - 1763

Wurde während des 7-jährigen Krieges bei uns durch französische Marodeure oft geplündert.

1816

Rösenbeck wird mit anderen Gebieten nach einer Entscheidung des Wiener Kongresses offiziell preußisches Besetzungsgebiet.

1826

08.03. Ab diesem Datum gehört Rösenbeck zur Verwaltungseinheit des Amtes Thülen. Bis zum 31.12.1974, danach tritt die kommunale Neuordnung in Kraft.

1856

prozessieren Pfarrer Jacobi/Thülen und Schmelter (Schröder) wegen der Messstiftung in Rösenbeck; auf Schmelters Grund steht seit 1854 unsere Kirche; wo der landwirtschaftliche Hof stand, ist heute der Parkplatz an der Kirche. Johann Baumann kauft die alte verfallene Kapelle.

1882 – 86

An der Westseite der Kirche wird der Turm errichtet (Höhe 18 plus Dach 11 m = 30,80m). Dies dauerte 4 Jahre. Ein Schreiben von Paderborn erwähnt die Zahlung eines außerordentlichen Zuschusses der Regierungskasse in Höhe von 300,-RM für Herrn Vikar Schmidt Thülen.
Rösenbeck bekommt die alte Orgel aus Lauenburg/Hinterpommern.

1886

Am 6. und 15 Mai sind in Rösenbeck insgesamt 23 Wohnhäuser nebst Scheunen und Stallungen abgebrannt. Dem ersten Brand fielen sieben Häuser zum Opfer und die Ursache des Brandes war unbekannt. Zu dem zweiten Brand, erzählte 1986 Engelbert Pickart sen. im Alter von 88 Jahren: „Am 15. Mai 1886 wollte die Frau der bei uns untergebrachten Familie in unserer Küche Pfannkuchen backen. Plötzlich schlug das Herdfeuer in die Pfanne, die Köchin geriet in Panik, hielt die brennende Pfanne zum Fenster hinaus und entzündete das Strohdach unseres Hauses!“ Der kräftige Nordwestwind trieb das lodernde Feuer in Richtung „Weiße Frau“. Von den Geschädigten hatten nur sechs ihr Anwesen und Mobiliar versichert. Alle Betroffenen konnten zum Glück in Rösenbeck untergebracht werden. Nach diesem Ereignis wurde in der Gemeinderatssitzung am 23. November der Beschluss gefasst, eine Feuerwehrspritze anzuschaffen.

1896

Am 06. und am 15. Mai brennen wegen der starken Westwinde und undichter Kamine 20 mit Stroh gedeckte Häuser ab.
10 Juni Gründung des Kriegervereins Rösenbeck, 1. Vorsitzender Otto Menne; 35 Mitglieder.
18. Juli wird eine Fortbildungsschule für Agrar- und Landwirtschaft vom Gemeinderat abgelehnt, die Jugendlichen wurden auf den Höfen selbst gebraucht, 1896 grassieren die Masern unter den Kindern, wochenlang fällt der Unterricht, natürlich sehr zum Leidwesen der Schulkinder, aus.

1887, 1893, 1896

Für die Instandhaltung der Chaussee Arnsberg – Beverungen (Verlauf der „Alten Heeresstraße” von Rösenbecker Höhe bis Bruches) hatten die Rösenbecker 1887, 1893, 1896 Beiträge zu leisten.
Die Gemeinde unterstützt finanziell Krankenhausaufenthalte für Arme aus Rösenbeck.
Standort des früheren Amt Thülen in Thülen , jetzt Krops, Richtung Nehden letztes Haus rechts.

1906

Gründung Bürgerverein Rösenbeck am 07. Januar mit 17 Mitglieder; 1. Vorsitzender Johann Jansen; ihre Aufgabe: Pflege der guten Sitten und der geselligen Unterhaltung.
Der Einspruch des Kirchenvorstandes Rösenbeck gegen die „Kirchensteuer“ für das Kirchspiel Thülen wird vor Gericht abgelehnt.

1916 - 1918

Die Sommerzeit wird für 3 Jahre eingeführt.

1926

Die Gemeindekasse zahlt für Neuanschaffung eines Herdes in der Vikarie, die Kirchengemeinde kann dies nicht finanzieren.

1936

Theateraufführung in der Schützenhalle: „Freischütz“ vom Gesangverein.
17./18. April: Schneebruch in den Wäldern, durch Schneesturm und Borkenkäferbefall.
Zur Kommunion müssen die Männer den Weg zur Kirche freischaufeln. Der Schnee liegt noch über 1,5m hoch!
Anbau der Sakristei und Reparaturen an Kirche und Vikarie kosten ca. 11.000,-Mark. Es können staatliche Mittel beantragt werden.
Vikar Theodor Rehbaum wird am 01.05. Nachfolger von Wilhelm Gerke

1946

Rösenbeck bestellt eine neue Orgel zum Preis von 16.000,- bis 17.000,- RM. Erbaut ist sie von der Firma Johann Otto Sehn & Co., aus Lippstadt. - Die alte Orgel ist nicht mehr zu reparieren, da sie vom Wurm zerfressen ist.
In der ehemaligen Flak-Baracke, heutiger Standort der Vogelstange, wird am 01.06. der Kindergarten eröffnet. Viel Städter ziehen übers Land, um Essbares aufzutreiben; der Tauschhandel blüht in dieser Zeit. Die Ostflüchtlinge kommen auch nach Rösenbeck und viele finden hier eine neue Heimat. Im Sommer geht Pfarrer Hermann nach Syburg, sein Nachfolger ist Heinrich Wietbüscher.
Zeche „Elend“ bekommt einen neuen Förderturm.
12.08. Antrag in Paderborn auf Glockenweihe durch Pastor Wietbüscher.
18.09. Antrag des Kirchenvorstandes auf einen Stahltabernakel.

1956

30.03.: ein schwarzer Karfreitag: Pfarrvikar Ulbrich und Küster Oskar Scholz ersticken durch Kohlengas im Heizungskeller der Kirche.
13.12.: Nach dem Unglück findet sich in Rösenbeck niemand, der die alte Koksheizung bedient. Der Umbau geschieht unter Aufsicht der Kreispolizei auf Ölheizung für 2.580,60 DM durch die Firma Broer/Büren.
Das 100-jährige Bestehen des Schützenvereins wird gefeiert.
In der Generalversammlung des Sportvereins am 02.12. wird die Beitragsbefreiung ab 50 Jahre Mitgliedschaft beschlossen.

1966

Pastor Schneider aus Messinghausen übernimmt in Rösenbeck die Seelsorge.

1976

Teilnahme von Rösenbeck am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“.

1986

17.05.: erhält Meinolf Kemper im Hohen Dom zu Paderborn die Priesterweihe und feiert am 18.05. mit seiner Heimatgemeinde seine Primiz.
Rösenbeck widmet Pastor Manuel Jimenez zu seinem 25-jährigen Priesterjubiläum die schön gelegene Marienkapelle an der Egge.
8. 06.: Kreuzweihe auf dem Eggeberg, ein Jahr nach dem Wiederaufstellen, in 555m Höhe.

2006

Der Maibaum auf dem Kok bricht, der Stamm war altersschwach. Ein neuer Maibaum wird aus einem Tannenstamm angefertigt und aufgestellt.

2016

Ehedrama in Rösenbeck hat ein tragisches Ende genommen: Ein Mann (39) soll nach einem Streit mit einem Hammer auf den Kopf seiner Ehefrau (49) eingeschlagen haben. Die Altenpflegerin wird schwer verletzt. Ob sie überlebt, ist unklar. Die Polizei nimmt den Tatverdächtigen fest.
Jochen Pickart kämpft mit Unterstützung seines Fanclubs in Münster um den Titel „Mister Bullenball“ auf einen „wilden Bullen“.
Dorfkneipe wird 10 Jahre! Nach neunzehnmonatiger Bauzeit wurde die Dorfkneipe durch den großen gemeinschaftlichen Einsatz von 88 ehrenamtlichen Helfern errichtet und am 27. August 2016 feierlich eingeweiht. 170 Spender und Sponsoren finanzierten das Projekt. Träger der Baumaßnahme war der Dorfgemeinschaftsverein Rösenbeck e.V.

Interessantes aus und um Rösenbeck und Umgebung könnt ihr mir gerne persönlich oder auch per E-Mail mitteilen unter:

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Euer Ortsheimatpfleger
Alois